Sternritt nach Fehraltorf – erster Tag
Donnerstag 9.Juli, heute brechen Friedi und ich auf um mit unseren beiden Mulis nach Fehraltorf zum 20jährigem Mulijubiläum unserer Schweizer Freunde von der IGM zu reiten. Um 4.30 heißt es aufstehen, in den Stall fahren, Muli putzen, alles Zeugs einladen. Verladen hat schon mal besser funktioniert, aber nach kurzem Zögern ist Muli im Hänger und die Fahrt kann losgehen.
Unser erstes Ziel ist der Grenzübergang Waldshut-Tiengen wo wir für die Tiere die Zollformalitäten erledigen wollen. Unterwegs kurze telefonische Kontaktaufnahme, auch Friedi ist bereits unterwegs, an der Grenze treffen wir uns dann. Die Ausstellung der Freipässe an der Grenze klappt ohne Probleme, dank Helmut haben wir alle nötigen Papiere bereits griffbereit. Wir müssen noch knapp 80.- SF hinterlegen, dann dürfen wir einreisen.
An einem kleinen Parkplatz in Bad Zurzach laden wir aus, satteln und packen unser Zeugs auf die Mulis. Tira findet Quille sehr interessant und möchte gleich hin zu ihr, aber da Quille gegenüber fremden Tieren manchmal etwas heftig reagiert, lassen wir sie noch nicht zusammenkommen.
Endlich geht es los, Tira läuft sehr gut und fleißig, Quille hat es natürlich leichter, ihre Beine sind viel länger, sie muss nur 2 Schritte machen, wenn Tira 3 macht. Aber die Tiere passen sich gut im Tempo an und wir reiten froh unseren Weg. Die erste Etappe ist wirklich schön, durch dünnbesiedeltes Schweizer Hügelland, viel Wald, ein paar Steigungen und kleine Orte, durch die wir meistens führen. Wir halten uns meistens an die Wanderwege der Schweizer, diese sind gut ausgeschildert, man muss nicht an jeder Wegkreuzung im Wald Karte lesen. In den Orten ist es manchmal schwierig den Wanderweg wiederzufinden, aber richtig verritten haben wir uns nie.
Das Wetter ist eigentlich optimal für so einen Ritt, es ist relativ kühl, deshalb auch wenig geflügelte Plagegeister. Nur ab und zu stört ein kurzer Regenschauer die Idylle, das An- und Ausziehen der Regenkleidung kostet immer viel Zeit.
Von Zeit zu Zeit gibt es für uns und die Tiere eine Pause, die Mulis dürfen grasen und wir erfrischen uns am mitgenommenen Proviant. Einmal kommen wir an einer Schafherde vorbei, die von zwei Hüteeseln bewacht wird, diese bemerken uns schon aus der Ferne und lassen ihre Rufe hören. Unsere Mulis sind auf der fremden Strecke erstaunlich gelassen, und ergänzen sich prima. Beide können voraus oder hinten laufen, ohne dass gezickt wird, und beide fürchten sich vor anderen Dingen. Quille hat noch keine Kühe gesehen, aber als Tira vorausläuft kommt sie auch zögerlich hinterher. Dafür sieht Quille nicht so viele Gespenster wie Tira und so kommen wir zwar langsam aber stetig voran. Langsam deshalb, weil es am ersten Tag ein Missverständnis bezgl. des Tempos gab. Jeder hat gemeint, der andere will nicht traben, beide waren wir zu höflich nachzufragen.
So erreichen wir um 18.00 unser Quartier in Niederhasli, wo wir vorzüglich untergebracht werden. Tira und Quille bekommen schöne Boxen und machen sich gleich hungrig über das Heu her.Wir bekommen Zimmer mit Betten zum Übernachten und dürfen uns in einer Küche selbst verpflegen. So geht ein schöner aber anstrengender Tag gemütlich zu Ende.





























