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20 Jahre "Interessengemeinschaft für das Maultier"

Bericht vom Sternritt nach Fehraltorf und vom Jubiläum der IGM

Moderatoren: Susanne, Friedi, Hannes, Klaus

Re: 20 Jahre "Interessengemeinschaft für das Maultier"

Beitragvon Susanne » Do 16. Jul 2009, 11:39

Sternritt nach Fehraltorf – erster Tag
Donnerstag 9.Juli, heute brechen Friedi und ich auf um mit unseren beiden Mulis nach Fehraltorf zum 20jährigem Mulijubiläum unserer Schweizer Freunde von der IGM zu reiten. Um 4.30 heißt es aufstehen, in den Stall fahren, Muli putzen, alles Zeugs einladen. Verladen hat schon mal besser funktioniert, aber nach kurzem Zögern ist Muli im Hänger und die Fahrt kann losgehen.
Unser erstes Ziel ist der Grenzübergang Waldshut-Tiengen wo wir für die Tiere die Zollformalitäten erledigen wollen. Unterwegs kurze telefonische Kontaktaufnahme, auch Friedi ist bereits unterwegs, an der Grenze treffen wir uns dann. Die Ausstellung der Freipässe an der Grenze klappt ohne Probleme, dank Helmut haben wir alle nötigen Papiere bereits griffbereit. Wir müssen noch knapp 80.- SF hinterlegen, dann dürfen wir einreisen.
An einem kleinen Parkplatz in Bad Zurzach laden wir aus, satteln und packen unser Zeugs auf die Mulis. Tira findet Quille sehr interessant und möchte gleich hin zu ihr, aber da Quille gegenüber fremden Tieren manchmal etwas heftig reagiert, lassen wir sie noch nicht zusammenkommen.
Endlich geht es los, Tira läuft sehr gut und fleißig, Quille hat es natürlich leichter, ihre Beine sind viel länger, sie muss nur 2 Schritte machen, wenn Tira 3 macht. Aber die Tiere passen sich gut im Tempo an und wir reiten froh unseren Weg. Die erste Etappe ist wirklich schön, durch dünnbesiedeltes Schweizer Hügelland, viel Wald, ein paar Steigungen und kleine Orte, durch die wir meistens führen.
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Wir halten uns meistens an die Wanderwege der Schweizer, diese sind gut ausgeschildert, man muss nicht an jeder Wegkreuzung im Wald Karte lesen. In den Orten ist es manchmal schwierig den Wanderweg wiederzufinden, aber richtig verritten haben wir uns nie.
Das Wetter ist eigentlich optimal für so einen Ritt, es ist relativ kühl, deshalb auch wenig geflügelte Plagegeister. Nur ab und zu stört ein kurzer Regenschauer die Idylle, das An- und Ausziehen der Regenkleidung kostet immer viel Zeit.
Von Zeit zu Zeit gibt es für uns und die Tiere eine Pause, die Mulis dürfen grasen und wir erfrischen uns am mitgenommenen Proviant.
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Einmal kommen wir an einer Schafherde vorbei, die von zwei Hüteeseln bewacht wird, diese bemerken uns schon aus der Ferne und lassen ihre Rufe hören.
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Schafherde mit Hüteesel
Unsere Mulis sind auf der fremden Strecke erstaunlich gelassen, und ergänzen sich prima. Beide können voraus oder hinten laufen, ohne dass gezickt wird, und beide fürchten sich vor anderen Dingen. Quille hat noch keine Kühe gesehen, aber als Tira vorausläuft kommt sie auch zögerlich hinterher. Dafür sieht Quille nicht so viele Gespenster wie Tira und so kommen wir zwar langsam aber stetig voran. Langsam deshalb, weil es am ersten Tag ein Missverständnis bezgl. des Tempos gab. Jeder hat gemeint, der andere will nicht traben, beide waren wir zu höflich nachzufragen.
So erreichen wir um 18.00 unser Quartier in Niederhasli, wo wir vorzüglich untergebracht werden. Tira und Quille bekommen schöne Boxen und machen sich gleich hungrig über das Heu her.
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Wir bekommen Zimmer mit Betten zum Übernachten und dürfen uns in einer Küche selbst verpflegen. So geht ein schöner aber anstrengender Tag gemütlich zu Ende.
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Re: 20 Jahre "Interessengemeinschaft für das Maultier"

Beitragvon Friedi » Fr 17. Jul 2009, 16:23

Zweiter Tag, Freitag 10.07.09
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Wo geht's hin?

Wir sind um sieben aufgestanden, Susanne hat netterweise unsere zwei Mulis gefüttert, so dass ich noch n bissele rumhängen konnte und dann haben wir ausgiebig gefrühstückt. Schließlich gings dann um kurz nach neun weiter Richtung Fehraltorf. Während die Stecke des ersten Tages wirklich geruhsam und ruhig auf Wanderwegen verlief, war die zweite der absolute Alptraum, was Steckenhindernisse betrifft: drei Bahnübergänge, zwei Autobahnen, ein Flughafen und ein Panzerübungsplatz mussten irgendwie überwunden werden, dazu kommt eben das ständige Starten und Landen der Flieger vom Züricher Flughafen, die man die ganze Zeit hört, und dem man sich nicht einfach entziehen kann indem man das Autofenster hochkurbelt...bin schon froh dass ich nicht in der Nähe einer Einflugschneise wohne.

Flughafen Zürich:
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Am Flughafen
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Einflugschneise:
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Aber wir haben das Beste aus der Situation gemacht und Susanne hatte die Strecke im Vorfeld so gut wie möglich ausgesucht und "abgesteckt". Wenn man auf nen Wanderritt geht ist das sicher der letzte Fleck Schweiz den man sich raussucht, aber wir "mussten" ja irgendwie nach Fehraltorf kommen... Dazu kam noch ne waaaahnsinns Treppe im Wald (gut 20 m lang, Stufen aus Holz und Matsch) wo es keine andere Möglickeit gab zum Abstieg an dem Wanderweg wie eben diese matschigen rutschigen Stufen runter und unsere Mulis haben das souverän gemacht, obwohl vorher noch nie geübt!!!!!!!!!!! Als wir dieses zusätzliche Hinderniss hinter uns hatten haben wir erst mal schön Pause an ner Waldhütte gemacht.
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Die Treppe

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Durst...!

Das Tolle in der Schweiz ist: Tränkbrunnen überall, mindestens alle 10 km findet man nen Tränkbrunnen mit frischem Quellwasser. Supertoll, man braucht sich keine Gedanken machen wo man Wasser herbekommt!!
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hmmmm...frisches Quellwasser

Nachdem wir uns am Tag zuvor etwas gemächlich fortbewegt haben, haben wir Freitag jede Gelegenheit zum Traben wahrgenommen. Toll war, dass Tira und Quille ein super gleichmäßiges Trabtempo haben, und keiner dem anderen davon gerannt ist!!
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Nach der Autobahn: Fresspause

Das Wetter war auch besser, kein Regen mehr (nur mal kurz genieselt) und mehr Sonne.
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Endlich: Fehraltorf ist das erste mal angeschrieben...und immernoch mind 4 Stunden weg...

Wir haben Fehraltorf so gegen 19 Uhr am Freitag erreicht und dann war erst mal n bissele Chaos, da ich eigentlich ne Box bestellt hatte, aber alle Boxen voll waren und ich mein muli nicht in nen dunklen Stall ohne Fenster abstellen wollte. Also haben wir noch nen Paddock bekommen, auch gut. Ich war sowas von fertig und nachdem ich mich in eine Hummel gesetzt habe hat sich mein Kreislauf dermaßen verabschiedet, dass ich den Rest des Tages im Zelt lag und auch von dem tollen Käsefondue nix mehr mitbekommen habe...
"Wenn man ein Muli so dressieret, dass es über einen See fliegen kann,
dann gibt es sicher einige Neider, die das Tier für Wasserscheu halten."(unbekannt)
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Re: 20 Jahre "Interessengemeinschaft für das Maultier"

Beitragvon Friedi » Sa 18. Jul 2009, 19:12

Samstag 11.07.09
Wir konnten zwar ausschlafen, aber man schläft in nem Zelt halt doch nicht sooo gut wie in einem Bett. Über Nacht hatte es zwar geregnet, aber der Samstag wurde dennoch der schönste Tag der ganzen Woche. Wir fütterten die Mulis und fanden uns zum gemeinsamen Frühstück im Reiterstübchen zusammen. Es war wunderbar sich mit so vielen verschiedenen Leuten über das gleiche Thema unterhalten zu können. Jeder war freundlich und hilfsbereit. Über den ganzen Tag würde nun das Trail-Turnier stattfinden. Susanne hatte sich für das Turnier in der geführten Klasse angemeldet und ich mich in der berittenen Klasse. In der geführten Kategorie hatten sich im Vorfeld nur 4 Teilnehmer gemeldet, schlussendlich waren es dann 10 gegenüber 19 Teilnehmern die den Parcours abritten. Um 9 Uhr war Parcoursbesichtigung, uns wurde detailliert auf Schwitzerdütsch erklärt was wir an welchem Hindernis zu machen hatten. Um 10 Uhr war noch ein Vortrag über Mulis beim Militär und um 11 Uhr gings dann los. Die Hindernisse waren wirklich extrem anspruchsvoll.

Zunächst kam ein teilweise geführter Abschnitt in der Halle und danach eine etwas geländegängigere Strecke im Außenbereich:

- Das erste Hindernis in der Halle war ein Weidetor, das musste vom Boden aus aufgemacht werden, das Muli hindurch geführt werden und wieder geschlossen werden, ohne das Tor loszulassen.
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- Dann musste man mit einer Schubkarre und dem Muli im Schlepptau um mehrere Pylonen Slalom fahren.
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- Anschließend musste man sein Tier in einen Kreis (angedeutet aus Sägespänen) hereinführen und ihm alle vier Hufe aufnehmen. Idealerweise sollte es dabei auch stehen bleiben. Dann aufsteigen und nun ging es geritten weiter (außer man war eben in der geführten Klasse).
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- Im vierten Hindernis musste man zunächst eine Strecke im Schritt gehen, dann wenden, die gleiche Strecke im Trab, wenden und im Galopp zurück.
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- Dann kam die Wippe. Sie war extrem schmal und (das war ein Problem) ausbalanciert, d.h. sie blieb nicht auf einer Seite liegen, sondern kippelte hin und her, wenn man nicht draufstand, und das war für die meisten Mulis (meines inklusive ein Problem).
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Dann musste man seitwärts gehen. Entweder 2 m an der Wand entlang in beide Richtungen oder über eine Stange oder eben über Cavaletti.
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- Dann über die „Golden Gate Bridge“ eine abenteuerliche Konstruktion aus Paletten und Brettern. Quille war dieses Gebäude zu unsicher, warum soll man da drüber, wenn man außen herum kann…
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- Schließlich musste man das Tor wieder aufmachen und rückwärts durch (geführt). Damit war der Hallenparcours fertig und man konnte in den Aussenbereich.
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Im Außenbereich ging es eigentlich nur darum Punkte zu sammeln, und das ging folgendermaßen:

Es gab den neutralen Bereich beim Blumentopf, da wurde gestartet und nach jedem Hindernis zurückgekehrt und erst wenn man ihn passiert hatte durfte man zum nächsten Hindernis. Jedes Hindernis durfte maximal 3 mal durchritten/schritten werden, je nachdem wie man durch kam, gab es verschiedene Punktzahlen.

Hindernis 1: waren drei Cavaletti und zwei Sprünge
Hindernis 2: eine kleine Trailstrecke über Baumstämme und Planken zwischen abgrenzenden Stangen
Hindernis 3: Eine Galoppstrecke
Hindernis 4: Stufenhindernis mit einem Graben dazwischen, wo man entweder drüber springen konnte oder eine kleine Holzbrücke nehmen konnte
Hindernis 5: rückwärts zwischen zwei Zaunelementen durch
Hindernis 6: ein Quadratisches Brett auf dem Boden auf das das Muli mit den Vorderbeinen draufstehen muss und kurz stillhalten muss
Hindernis 7: In einen Fautras Hänger (ohne Laderampe) kurz innehalten, umdrehen und dann vorwärts wieder raus. Wohl bemerkt, die Reiter mussten auch das beritten machen, dumm nur dass Quille so groß ist, dass das bei mir nicht ging…

Man hatte 20 Min Zeit so viele Punkte zu sammeln wie möglich, dann wurden sie zu den Punkten aus dem Hallenparcours dazu gezählt.

Es waren Mulis und Halter dabei, die waren super. Am besten war die Schimmelstute Emma. Sie hat zusammen mit ihrem Reiter alles so zügig und ohne zu zögern geschafft, dass sie erster wurde. Ich wurde letztendlich 15ter.

Abends gabs einen Aperitif und ein tolles Essen in der Reithalle, mit einem kleinen Schauprogramm von Adrian Heinen und der Besitzerin der Emma (ich hab leider ihren Namen vergessen). So klang der Abend gemütlich aus und wir gingen zufrieden, satt und müde alle recht bald zu Bett.

Gaaanz viele Bilder und Videos folgen, sobald der Troyaner von meinem Computer verschwunden ist...

Grüße

Friedi
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Trailturnier mit Tira

Beitragvon Susanne » Mi 22. Jul 2009, 15:51

Auch ich hatte mich mit Tira zum Trailturnier angemeldet, weil ich aber wusste, dass wir so etwas mangels Übungsmöglichkeiten nicht wirklich können, nur in der geführten Klasse. Tira hat auch für meine Begriffe gut mitgemacht, na ja, die Richter sahen das etwas anders. Sie hat immer versucht mitzumachen, eine Antwort zu geben, auch wenn es nicht immer die Richtige war.

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Durchs Tor sind wir noch gut gekommen, so was gibt es ja auch bei unserer Reitbahn daheim. Das mit dem Schubkarren war schon kniffeliger, er war ziemlich schwer und Tira hat nicht gleich verstanden, dass sie zwischen den Pylonen durch muss. Bei einigen Übungen kamen noch vorhandene Ausbildungsdefizite zum Vorschein, im Kreis stehen zu bleiben und Hufe geben war sehr schwierig, hier werde ich in Zukunft üben, in der Bahn, beim Spazierengehen einfach stehenbleiben, Hufe aufnehmen. Bei der Wippe hatte sie immerhin die Vorderbeine oben, das Ding war ihr nicht geheuer, da darf sie auch mal nein sagen.
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Genauso die Brücke, woher soll Muli wissen was es machen soll. Sonst wenn ich auf einen Baumstamm, eine Bank oder ähnliches klettere, soll sie brav davor stehen bleiben und mich aufsitzen lassen. Und nicht mir hinterher kraxeln.
Der Teil im Freigelände war geführt etwas sportlich, galt es doch in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Hindernisse zu bewältigen. In den Hänger ging sie tadellos hinein, durch Verständigungsprobleme haben wir hier Punkte eingebüßt, ich hab nicht mitbekommen, dass man im Hänger drehen soll und vorwärts wieder raus - Fremdsprachen müsste man halt können.
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Auf den Berg hinauf ist sie noch mit, über den Graben springen war nicht drin, macht nichts.
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Alles in allem hat es aber uns beiden Spaß gemacht.
Grüße Susanne
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Ausklang

Beitragvon Susanne » Mi 22. Jul 2009, 16:05

Schön war auch zu beobachten, wie sich Tira und Quille im Laufe der Tour aneinander gewöhnten. Wurde am ersten Abend noch fleißig zwischen den Boxenstäben herumgezickt, konnten wir sie am dritten Tag problemlos miteinander auf die Koppel lassen.
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Wer kommt denn da: Mira und Fridolin
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Quille, Tira, Fridolin und Mira friedlich am Grasen.
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Nach einer halben Stunde kam Adrian Heinen und hat seine beiden Mulis auch einfach auf die Koppel dazugestellt. Kurzes Ohrenanlegen auf beiden Seiten, und schon war man sich einig, dass Fressen wichtiger ist.
Grüße Susanne
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Fehraltorf Sonntag 12. Juli

Beitragvon Susanne » Fr 24. Jul 2009, 10:38

Sonntag 12.Juli
Unser 2. Tag in Fehraltorf. Quille und Tira haben sich inzwischen eingewöhnt, als ich heute morgen in der Früh aufgestanden bin, lagen sie beide ganz entspannt in ihren Padocks. Leider keinen Foto griffbereit.
Die ursprüngliche Planung sah ja vor, heute wieder Richtung Heimat zu reiten. Da aber die Strecke am Freitag nicht wirklich schön zu reiten war, und alle nach 9 Stunden Ritt/Gehzeit am Samstag ziemlich fertig waren, wurde beschlossen noch einen Tag hier zu verbringen und dann mit dem Hänger nach Hause zu fahren.
Was sich als gute Entscheidung erwiesen hat, denn es wurde spontan eine Muliquadrille angesagt - ich liebe Quadrillenreiten. Sonntag Morgens um 8.30 gings mit dem Üben los. 15 Mulis wollten mitmachen. Ich war mir erst unsicher, ob ich mit Tira mitmachen kann, Tira war in der fremden Umgebung schon sehr aufgeregt, und war dann hippelig, konnte nimmer ruhig stehen bleiben. Außerdem ist sie schon lange nicht mehr in einer Halle geritten worden, schon gar nicht mit Zuschauern auf den Tribünen. Auch geht sie nicht gerne neben anderen Pferden her, sie zickt dann schon mal rum. Aber die Proben verliefen super, Tira war erstaunlich ruhig und hat gut auf meine Hilfen reagiert.
Danach war dann die große Parade angesagt, in kleinen Gruppen sollten wir an der Tibüne vorbei und unsere Mulis vorstellen. Viele schöne Mulis konnte man sehen. Tira konnte kaum erwarten, dass es los ging und war sehr hippelig. Fast alle Mulis standen ruhig und gelassen da und warteten auf ihren Einsatz.
Quille in Festtagsoutfit mit Esel
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Warten auf den Einsatz
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Muli mit Damensattel:
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Und hier die Vertreter aus Deutschland:
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Und unsere österreichischen Freunde, Helmut mit Mikado:
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Isa und Jon mit Mira und Fridolin
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Einige sehr schöne Esel waren auch dabei:
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Nachdem alle Teilnehmer des Jubiläums einzeln vorgestellt worden waren ging der Umzug wieder an der Tribüne vorbei und weiter durch Fehraltorf durch. Es war schon ein beeindruckender Zug von etwa 30 Mulis der sich durch das Städtchen bewegte.Bild
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Im Anschluss an die Parade wurde noch die Quadrille vorgeführt. Monica Horath hat die Choreographie ausgearbeitet und die Vorführung wurde ein voller Erfolg. Zeigt sie doch wie rittig gut gearbeitete Maultiere sein können.

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Der Applaus der Zuschauer war uns sicher, und ich glaube allen hat es Spaß gemacht.
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Damit war der offiziele Teil dieses Jubiläums zu Ende. Ich möchte mich hier nochmals bei allen Organisatoren herzlichst für die schönen Tage bedanken. Es war ein tolles Erlebnis und hat allen Teilnehmern sehr gut gefallen.
Danken möchte ich auch allen, die Friedi und mir die Teilnahme ermöglicht haben: allen voran Friedi's Papa der die Trossfahrten übernommen hat; Nicole für die tollen Fotos und Videos und Hans-Gerd meinem Chaufeur und unserer radfahrenden Begleitung auf der Strecke.
Grüße Susanne
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Parelli Workshop mit Adrian Heinen

Beitragvon Susanne » Sa 1. Aug 2009, 17:35

Sonntag 12. August
Am Nachmittag wurde in Fehraltorf noch ein Parelli-Workshop mit Adrian Heinen angeboten. Adrian Heinen ist Premier Instructor und hat selber zwei Mulis die nach Parelli gearbeitet werden. Als kleine Kostprobe hier zwei Videos von seiner Vorführung.

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Der Workshop war recht gut und für mich informativ. Adrian hat gleich mein und Tira's Problem erkannt. Zitat: "Da haben wir auch so ein Multier, für das jeder Äpelhaufen interessanter ist als sein Besitzer." Beim Kurs hat es auch sehr gut funktioniert, dieses Verhalten abzustellen. Für mich hat es sicher Sinn gemacht, meinen Umgang mit Tira am Boden einmal von einem Fachmann kritisch unter die Lupe nehmen zu lassen. Wenn ich das Gelernte dann auch in Zukunft in der Praxis umsetzen kann, hat sich der Kurs sicher gelohnt. Wir haben eigentlich nur an den Basics gearbeitet: Aufmerksamkeit, Weichen in alle Richtungen, Führen.
Da Adrian Heinen sehr viel Erfahrung mit Mulis hat kennt er das mulispezifische Verhalten sehr gut, und versucht nicht sie wie ein Pferd zu behandeln. In unserem Kurs war sogar ein Großesel.

Wermutstropfen: die Preise der Kurse. Selbst beim Jubiläumssonderpreis musste ich schlucken - Tira ist nur ein halber Esel und scheißt deshalb keine Goldstücke. Finde ich schade, denn es wäre sicher sinnvoll so etwas öfter zu machen.

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